INA KENT meets Florian Pochlatko

Florian Pochlatko macht Filme. Das Kino lag dabei schon früh buchstäblich vor der Nase: aufgewachsen mit dem Grazer Rechbauerkino samt Videothek, später Filmregie bei Michael Haneke und Critical Studies bei Diedrich Diederichsen. Es folgten Kurzfilme und Musikvideos – darunter Erdbeerland, mit einer sehr jungen Resi Reiner, einem ziemlich fantastischen Soundtrack und später gleich zwei Preisen im Gepäck, sowie Musikvideos für Wanda, Zebra Katz und Yukno.

Sein Langfilmdebüt How to Be Normal and the Oddness of the Other World hat seit seiner Berlinale-Premiere einiges von der Welt gesehen und ist noch immer unterwegs – von Festival zu Festival, von Kinostart zu Kinostart, einmal quer durch unterschiedliche Länder und Publika. Florian Pochlatko selbst ist gedanklich längst beim nächsten Film angekommen. Der spielt in Graz – einer Stadt, die für ihn nach längerer Distanz gerade wieder erstaunlich nah gerückt ist. Wir sind mit ihm an ein paar seiner Grazer Lieblingsorte abgehangen und dabei über Bauchgefühle gesprochen, die irgendwann Förderanträge werden müssen, über Regie als eine Art Bergführen, Graz als erstaunlich unprovinzielle Provinz und INA KENT-Taschen-induziertes Erwachsenwerden.

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Deine Filmideen entstehen oft sehr intuitiv aus Dingen, die dich persönlich beschäftigen. Wann merkst du: Das ist mehr als eine private Obsession – daraus kann ein Film werden?

Es treibt einen intuitiv immer in eine bestimmte Richtung. Was man filmisch verarbeitet und was einen privat beschäftigt, steht in Wechselwirkung. Ich bin eher der Typ, der spürt: Da ist ein Thema, das ich erst formulieren oder umreißen muss, um zu verstehen, was dahinterliegt. Ich arbeite nicht aus einem unternehmerischen Geist heraus, nach dem Motto: Das wäre eine gute Filmidee, also machen wir sie. Es gibt eher einen bestimmten Film, der im Hinterkopf immer weitergesponnen wird. Schwierig wird es, dieses Bauchgefühl vor sich selbst oder gegenüber Förderstellen zu rechtfertigen. Aber genau dort beginnt es für mich.

Für How to Be Normal wolltest du bewusst mit Menschen arbeiten, die dir widersprechen und auch Nein sagen können. Wie verändert sich eine Idee durch die Menschen, mit denen man sie macht?

Man braucht Kollaborateur:innen, die einem nicht nach dem Mund reden, sondern eine eigene Agenda haben – diese Agenda muss Platz finden. Das ist das Schöne am Filmemachen: Es ist eine gemeinsame Kunstform und dadurch immer multiperspektivisch. Trotzdem gibt es eine Essenz, die ich beschützen will. Man sagt, ein Film werde dreimal gemacht: beim Schreiben, beim Drehen und im Schnitt. Jedes Mal übersetzt sich die Idee neu, auch durch die Interpretation anderer.

Was bedeutet Regie vor diesem Hintergrund für dich?

Ich vergleiche Regie gern mit einem Schi- und Bergführer. Du bist mit einer Gruppe unterwegs und musst das Gebiet kennen: Wo kann man fahren, wo wird es gefährlich? Aber hinunterfahren muss jede Person selbst. Du gibst nicht jeden Schwung und jeden Handgriff vor. Die Erfahrung entsteht daraus, gemeinsam auf dem Berg zu sein. Natürlich gibt es Reibung, und irgendwer braucht am Ende das letzte Vetorecht. Aber wenn man die richtigen Menschen für diese Expedition ausgewählt hat, haben ihre Einwände meistens eine Berechtigung.

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Wenn man deine Kurzfilme, Musikvideos und How to Be Normal nebeneinander betrachtet, erkennt man trotz der unterschiedlichen Formate Verbindungen. Interessiert dich die Idee einer eigenen Handschrift?

Gerade in einer Zeit, in der sich durch AI alles sehr leicht reproduzieren lässt, bleibt am Ende die eigene Stimme. Nach ihr und nach der eigenen Intuition zu arbeiten, ist gleichzeitig das Beängstigendste und Unsicherste. Mit Michael Haneke, meinem Regieprofessor, habe ich oft darüber diskutiert, wo eine eigene Handschrift beginnt. Er sagte: Schau genau hin, ich mache im Grunde immer denselben Film in Variationen. Das trifft auf viele Regiepersonen zu. Andere, wie Stanley Kubrick, haben sich mit jedem Genre neu erfunden, und trotzdem gibt es verbindende Elemente. Erzwingen kann man das nicht. Aber die eigene Stimme ist letztlich das Einzige, was man wirklich hat. David Bowie sagte sinngemäß, Kunst werde dort spannend, wo man im Wasser gerade nicht mehr stehen könne.

Du willst sagen … man müsse also die eigene Komfortzone immer wieder verlassen?

Hundert Prozent. Bei manchen Filmemacher:innen merkt man, dass sie sehr schnell arbeiten können, weil sie sich selbst gefunden haben. Für das Publikum kann das aber auch unspannender werden. Man muss so weit hinausgehen, dass es nicht mehr ganz bequem ist. Genau das macht künstlerisches Arbeiten aufreibend, aber auch wesentlich. Dort können andere Menschen an eine genuine persönliche Erfahrung andocken.

How to Be Normal lebt davon, Bilder, Genres und popkulturelle Referenzen aufzugreifen und neu zusammenzusetzen. In einer Kultur, in der ohnehin permanent gesampelt, zitiert und weiterverarbeitet wird: Wo liegt für dich die Grenze zwischen Aneignung und Kopie?

Ein offen ausgewiesenes Zitat oder sogar eine klare Aneignung finde ich weniger schwierig als etwas, bei dem man spürt, woher es kommt, das aber nicht dazu steht. Bei How to Be Normal ging es darum, mich auf das zurückzubesinnen, was mich als Jugendlicher an Film und Kino fasziniert hat. Manche Zitate sind deshalb völlig pubertär, und genau das mochte ich. Es provoziert auch die saubere Trennung zwischen Trivialkultur, Popkultur und Hochkultur. Als der fertige Film zum ersten Mal auf Entscheidungsträger:innen aus dem Kulturbereich traf, konnten manche ihn nicht einordnen, weil er den üblichen Arthouse-Parametern nicht entsprach. Bei der Berlinale habe ich dann gemerkt, dass er beim Publikum resoniert. In dem Moment waren die schwierigen Jahre wie verpufft. Das war f*cking worth it.

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Hinter deinem ersten Langfilm liegen 27 Drehtage, acht Monate Montage, Berlinale, Kinostart und eine lange Reise durch Festivals. Was weißt du heute über das Filmemachen, das du davor noch nicht wusstest?

Ich kenne die großen Strukturen jetzt besser und kann mich besser auf sie einstellen. Beim nächsten Mal möchte ich innerhalb dieser Strukturen wieder freier arbeiten. Bei How to Be Normal waren wir zeitlich extrem beschränkt. Für etwas, das ich früher vielleicht zwei Stunden inszeniert hätte, hatte ich zwanzig Minuten. Am Monitor läuft praktisch der Sekundenzeiger mit, weil man sofort weiter muss. Geld kauft beim Film vor allem Zeit, und Zeit ist der größte Luxus. Gleichzeitig hat uns dieser Druck zusammengeschweißt. Wir waren so konzentriert, dass alle über sich hinausgewachsen sind. Fast alles, was wir uns vorgenommen hatten, ist gelungen.

Was war dein wichtigstes Learning aus diesen Jahren?

Dass man mit seiner Intuition oft richtigliegt. Drei oder vier Jahre lang ist man mit einem Projekt unsicher. Niemand kann vorhersagen, ob es etwas wird. Trotzdem gibt es diesen intrinsischen Drang, die Geschichte zu erzählen. Bei uns war der Film dann am richtigen Ort zur richtigen Zeit und hat viele Menschen erreicht. Diese Richtungen, die man einschlägt, ohne schon genau erklären zu können, warum, sind oft die richtigen.

Viele Schlüsselpositionen bei How to Be Normal waren zum ersten Mal an einem Langfilm beteiligt. War dieses gemeinsame Nichtwissen Teil der Methode?

Ja. Der Kameramann drehte seinen ersten Spielfilm, die Musikerin komponierte zum ersten Mal für einen Spielfilm, Luisa-Céline Gaffron spielte ihre erste Lead-Hauptrolle und ihr Counterpart überhaupt zum ersten Mal in einem Film. Wir haben versucht, daraus einen Modus zu machen: Wir wussten nicht genau, wie man es normalerweise macht, und deshalb auch nicht, ob wir gerade etwas falsch machen. Das machte die Arbeit aufregend. Der nächste Film wird wieder anders. Ich möchte mit Laiendarsteller:innen, dokumentarischen Improvisationen und großen gebauten Szenen arbeiten. Solange es geht, will ich die Möglichkeit offenlassen, dass etwas auch komplett scheitern kann. Kreative Arbeit beginnt für mich oft außerhalb der Komfortzone.

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Österreichisches Kino hängt stark von öffentlicher Förderung ab, gleichzeitig werden die Mittel knapper. Wie ist es 2026 tatsächlich, hier einen Film machen zu wollen?

Viel mehr Arbeit als man denkt besteht darin, dieses System überhaupt zu verstehen. Man hat die Universität abgeschlossen und kommt in eine Struktur, die völlig anders funktioniert als alles, was man davor gelernt hat. Sich darin zurechtzufinden, ist wie ein eigenes Studium. Gleichzeitig ist der österreichische Kunstfilm gerade unglaublich erfolgreich und arbeitet auf einem enorm hohen Niveau. Darauf bin ich stolz. Und dennoch: Es gibt kaum Planungssicherheit, und für viele Menschen in der Branche geht es momentan um ihre Existenz. Die Strukturen sind oft nicht auf die Lebensrealitäten abgestimmt, die sie selbst erzeugen.

Wie viel deiner Arbeit besteht mittlerweile aus Anträgen, Finanzierung und Administration?

Ein sehr großer Teil. Ich finde diese Arbeit nicht nur schlecht, weil man sich dabei ebenfalls mit dem filmischen Vorhaben beschäftigt, nur aus einer anderen Perspektive. Man denkt darüber nach, wie sich ein Prozess ökonomisieren lässt, und das kann auch künstlerisch wichtig sein. Ich mag sogar Tage, an denen ich nur Administration mache. Dabei kann sich mein Kopf ein wenig erholen. Für mich ist die kreative Vorbereitung, vor allem das Schreiben, viel fordernder. Am Set bin ich wie ein Fisch im Wasser.

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Du bist rund um das Rechbauerkino und seine Videothek aufgewachsen. Was hat Graz deinem Blick beigebracht?

Das Rechbauerkino war nie ein elitärer Kunsttempel. Dort stand Texas Chainsaw Massacre gleichwertig neben Autorenfilmen. In der Videothek fand alles nebeneinander statt. Diese niederschwellige Zugänglichkeit hat mich geprägt: Menschen kommen zusammen, ohne vorgeben zu müssen, etwas Bestimmtes zu sein. Hier, wo wir uns zum Beispiel gerade befinden, im Parkhouse, gibt es an einem Tag intellektuelle Kulturveranstaltung, danach eine wilde Underground-Nacht mit Breakcore, am nächsten Tag trinken Familien mit Kindern Kaffee und am Nebentisch wird Schach gespielt. Dieses Miteinander hat mich fürs Leben gerüstet.

Dein erster filmischer Versuch entstand 2002 als Teenager zu Aphex Twin. Wie hat man sich im Graz der frühen Nullerjahre seine kulturelle Welt gebaut?

Über diese kleine Grazer Subkultur, die viel weniger provinziell war, als man vermuten würde. Aphex Twin und diese ganze visuelle Kultur habe ich tatsächlich im Umfeld des Rechbauerkino kennengelernt. Vieles davon fand in Graz gar nicht unmittelbar statt, und trotzdem kannten wir die Musik und die Bilder sehr gut. Heute ist Aphex Twin durch TikTok fast Mainstream. Damals war das eine eigene Welt. Auch das Grazer Off-Theater hat mich geprägt, weil der Zugang so unmittelbar war. In Wien habe ich lange gebraucht, um zu verstehen, wie die Stadt funktioniert.

Welche ästhetische Obsession aus dieser Zeit ist geblieben, und wovon hast du dich entfernt?

Ich berufe mich immer wieder auf das, was mich ursprünglich an Film gereizt hat. Was dabei herauskommt, kann völlig unterschiedlich aussehen. Mit dem Alter kommt eher das Problem, der eigenen gegenwärtigen Arbeit zu vertrauen. Früher macht man etwas, ohne dauernd zu hinterfragen, warum. Heute muss ich mir selbst immer wieder die Erlaubnis geben zu sagen: Das ist etwas wert, du machst das aus einem Grund. Der Erfolg von How to Be Normal hat mir gezeigt, dass ich mit meiner Arbeit nicht falschgelegen bin und dass es Sinn ergibt, weiterzumachen.

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Du hast How to Be Normal als Ösi-Core bezeichnet. Was wäre Graz-Core?

Als Teenager einen Obdachlosen aus dem Stadtpark mit nach Hause nehmen und den Eltern vorstellen. Danach aus irgendeinem Nazi-Lokal rausgeschmissen werden und schließlich auf der Tändelwiese aufwachen. Das wäre sehr Graz-Core.

Welche Rolle spielt Graz heute für dich?

Ich war fast zehn Jahre lang nur für notwendige Familienveranstaltungen hier. Inzwischen ist Graz wieder ein totales Zuhause und auch ein Arbeitsort. Einer meiner nächsten Filme spielt hier. Ich habe die Stadt wieder sehr ins Herz geschlossen … sie ist schon auch ein Kraftort.

Welchen Grazer Ort würdest du gern einmal in einem Film festhalten?

Das Murstüberl.

Was füttert deinen Kopf gerade?

Ich schaue Game of Thrones mit zehn Jahren Verspätung und bin völlig hineingekippt. Gleichzeitig lese ich die Originalfassung von Peter Pan. Und musikalisch habe ich gerade Maria Bill für mich entdeckt.

Was trägst du jeden Tag in deiner INA KENT-Tasche mit dir herum?

Sehr erwartbare Dinge: ein Notizbuch, einen Laptop und manchmal die vertrockneten Reste vom Frühstück.

Wenn deine INA KENT-Tasche eine Filmfigur wäre – was wäre das für eine?

A bit messy. A guy who is finally growing up. Ich hatte davor eigentlich nie eine Tasche. Ich hatte immer alles in meinen Hosentaschen oder irgendwelchen Sackerln. Und jetzt habe ich plötzlich eine Tasche, auf die mich Leute sogar ansprechen. Also vielleicht eine Figur, die langsam erwachsen wird und ein bisschen Ordnung in ihr Chaos bringt.

Ein komplett freier Tag in Graz, keine Termine, keine Verpflichtungen. Wo finden wir dich?

Auf der Platte, am Enzi Trail, mit dem Fahrrad. Während der Pandemie habe ich in meinen Mid-Thirties auch zu skaten begonnen. In Graz kannst du zum Kaiser-Josef-Platz gehen und fühlst dich trotzdem willkommen, selbst wenn du überhaupt nicht skaten kannst. Diese Niederschwelligkeit ist sehr Graz-spezifisch. Danach vielleicht ins Café Rosenhain und am Abend ins Rechbauerkino.

FLORIAN TRÄGT:

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The INA KENT black leather tote bag, featuring long shoulder straps and a chic tassel detail on one side, stands elegantly against a plain white background.
Eine weiblich gelesene Person hält die Tasche AMPLE ed.1 in schwarzem Leder vor sich. Sie trägt ein silbernes, schimmerndes Kleid und weiße Stiefel, während sie leicht kniet. Die Person blickt seitlich, der weiße Hintergrund betont die Szenerie.
Eine weiblich gelesene Person trägt die Tasche AMPLE ed.1 in schwarzem Leder über der Schulter. Sie trägt ein silbernes, schimmerndes Kleid mit hohem Beinschlitz und weiße Stiefel. Die Person schaut leicht nach oben und das Bild ist minimalistisch mit einem weißen Hintergrund gestaltet.
Eine Frau demonstriert sechs verschiedene Arten, eine große Metallic-Schultertasche von INA KENT zu tragen, darunter über die Schulter, als Crossbody oder in der Hand. Der Text darunter lautet: "WAYS TO WEAR.

AMPLE ed.1
natural black
Große Tote aus schwarzem Leder

+5 colours
EUR 395
INA KENT Schlüsselkette BALL'N'CHAIN ed.1 in silber mit schwarzen Details aus Leder
BALL'N'CHAIN
MOONLIT ed.1 patent black & ball'n'chain
BALL'N'CHAIN ed.1
BALL2CHAIN ed.1
Kugelkette/ Schlüsselkette in silber, BALL'N'CHAIN ed.1 von INA KENT mit schwarzen Details aus Leder an zwei Schlüssel angehängt
Eine Frau in schwarzem Outfit demonstriert sechs stilvolle Möglichkeiten, eine INA KENT Metallic-Tasche mit Kettenriemen zu tragen, darunter Crossbody, über die Schulter, in der Hand und um die Taille. Der Text lautet: "WAYS TO WEAR".
Leftover-Materialien

BALL'N'CHAIN ed.1
natural black
Silberne Schlüsselkette / Kettenriemen

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EUR 95
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CREDITS & WEITERFÜHRENDE LINKS

Mehr über und zu Florian: https://www.flopochlatko.org

Fotos: Pascal Schrattenecker
Assistenz: Jonathan Schrattenecker

Vielen Dank an das Filmzentrum im Rechbauerkino und parkhouse – Café, Bar & Event‑Location.

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30. September 2026