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›it's time to talk‹ Episode 1 mit Politikwissenschaftlerin Ursula Naue (Uni Wien) & Journalistin Barbara Tóth (Falter)

Ursula Naue, MMag.a DDr.in, Senior Lecturer am Institut für Politikwissenschaft an der Uni Wien. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Politik der Behinderung sowie Inklusionsforschung.

 

Barbara Tóth. Journalistin, Autorin und Historikerin. Schreibt seit 11 Jahren für die Wiener Wochenzeitung Falter.

1. Die Pandemie setzt den Möglichkeiten des mündigen Menschen plötzlich Limitierungen. Denken Sie, dass wir es ein wenig verlernen werden, unseren Verstand zu gebrauchen? Oder dass wir es womöglich sogar als angenehm empfinden könnten, dass uns elementare Entscheidungen abgenommen werden und uns im Gegensatz dazu gerne bereit erklären, etwas von unserer Freiheit herzuschenken?

Ich hoffe nicht, dass uns diese „neue Normalität“ gefällt. Untertanen-Sein ist natürlich bequem, weil einem Entscheidungen abgenommen werden, aber die Sehnsucht nach Freiheit ist hoffentlich größer denn je.

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2. Welche Denkprozesse stößt die Krise in Ihnen an?

Die Krise hat die Schwächen und Stärken unserer Gesellschaft aufgezeigt. Dass wir Menschen, die sehr wichtige Aufgaben haben, zum Beispiel viel zu schlecht bezahlen. Aber auch, dass wir sehr solidarisch sein können, sogar in der anonymen Stadt. Ich hoffe, wir nehmen die Solidarität mit - und denken sie über die Grenzen hinweg.

3. Wie kann aus Ihrer Sicht die Tasche als Objekt, das für Mobilität steht und ein Artikel ist, der in erster Linie im Zusammenhang mit (Reise-)Freiheit und Unterwegssein funktioniert, der Krise gerecht werden?

Frauen mussten lange dafür kämpfen, dass sie raus aus ihrem Heim durften, nicht mehr ans Haus und dann den Herd gebunden sind, sich in der Öffentlichkeit zeigen, repräsentieren. Die Handtasche ist ein Symbol für diese Freiheit. Sie hat uns in der Krise daran erinnert, was wir vermissen - und nie aufgeben dürfen.

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